Mittwoch, 4. April 2012

Sechs Monate Laufen - Gedanken

Vor sechs Monaten, ganz genau am 26. September '11, habe ich angefangen zu laufen. Laufen, joggen, Dauerlauf, ganz egal, wie man es nennt.

Wie ich zum Laufen kam, habe ich vor zwei Monaten hier geschrieben.
5km in 30 Minuten schaffe ich immer noch nicht, und ich bin auch immer noch der Meinung, dass ich das gar nicht muss :). Mir geht es nach wie vor mehr um die Ausdauer als um die Länge der Strecke oder das Tempo.

Derzeit laufe ich alle zwei Tage, also drei- bis viermal pro Woche, und meistens sind es 30 bis 40 Minuten plus je 5 Minuten Warmup/Cooldown bzw. 4,2 bis 5,5 km. So in etwa.
Ab und zu, wenn es gerade gut geht, oder das Wetter besonders schön ist, oder mir gerade danach ist, laufe ich auch mal länger,  z.B. 2x30 Minuten bzw. um die 7,5km.

Insgesamt bin ich, wenn man den Lauf-Apps trauen kann, seit 26.09.11 doch immerhin 322km gelaufen :-)

Das Faszinierende ist, dass das Laufen inzwischen tatsäclich zur lieben Gewohnheit geworden ist, was mich bei einem überzeugten Nichtsportler wie mir doch etwas überrascht. Ich gehe gerne laufen, und es fehlt mir, wenn ich keine Zeit habe oder angeschlagen bin und nicht laufen kann oder soll.
Selbst wenn ich mich nicht richtig fit fühle, hilft laufen meistens. Die ersten 10, 15 Minuten sind dann hart, aber danach geht es nur noch besser und hinterher war es jede Minute wert.

Was ich nicht (mehr) will, ist das Laufband im Winter. Furchtbar. Drinnen laufen geht gar nicht.
Im nächsten Winter werde ich mir wohl Spikes kaufen, damit ich auch raus kann, wenn es glatt ist - Temperaturen bis ca. -5°C sind überhaupt kein Problem, Glätte leider schon.

"Nebenwirkungen" sind offenbar weniger Erkältungen, bessere Stimmung, was bei mir besonders im Winter deutlich ist, ein paar cm weniger Taillenumfang und mehr Muskeln an Bauch/Beinen/Po ;), mehr Energie, weniger Süßhunger, besserer Kreislauf/Blutdruck/weniger frieren, weniger Kopfschmerzen, weniger Rückenschmerzen, ... sogar meine lädierten Rippen sind deutlich besser als noch im Herbst.

Der Schweinehund, der mich bisher oft abgehalten hat, ist auch erstaunlich handzahm geworden.
Nicht nur in Bezug auf das Laufen, wo er sich schon nicht mehr traut, irgendwas zu sagen, weil ich ihn sowieso ignoriere, sondern auch in anderen Bereichen. Dinge, vor denen ich mich sonst gerne mal gedrückt habe oder sie vor mir hergeschoben habe, die erledige ich jetzt einfach. Ohne irgendwelches Getue :)

Und jetzt freue ich mich auf die nächsten sechs Monate Laufen und bin gespannt, wie es im September '12 damit aussieht :)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen