Dienstag, 21. Juni 2011

Von der Faser zur Socke

Ich mag bebilderte Entstehungsgeschichten - ihr auch? :)

Im Rahmen meiner guten Vorsätze geht es weiter im Text.
Heute geht es um einen Kammzug aus 70% Merino superwash und 30% Nylon von der Zauberwiese, der letztendlich zu einem Paar warmer Socken wird.

Der Kammzug, 120g:


Geplant hatte ich mein erstes vierfädiges Garn, es sollte etwa die dicke "Sport" erreichen, also das, was auch bei uns unter dem Begriff "Sportgarn" verkauft wird. Die Dicke liegt zwischen 4fädiger und 6fädiger Sockenwolle.

In Arbeit, ich habe im Februar angefangen. Das Spinnrad ist ein Majacraft Suzie Pro, ich spinne das Garn im kurzen Auszug mit dem Fine Fibre Flyer und mit einer Übersetzung von 22:1 (Fast Whorl).


Auf der Spule. Der Faden hat eine Dicke von ca. 40wpi/wraps per inch/Wicklungen auf 2,54cm, oder anders ausgedrückt: etwa 0,635mm.


Ich hatte dem Kammzug halbiert und je eine Hälfte versponnen, dieses Garn mit dem Wollwickler von der Spule zu einem Knäuel gewickelt und dieses wiederum von innen und außen zu einem zweifädigen Zwirnball gewickelt.


Die beiden zweifädigen Zwirnbälle habe ich mit viel Drall zu einem vierfädigen Garn verzwirnt:


Im Detail:


Das Garn hat wiegt 121g und ist 251m lang. Es hat eine Lauflänge von 207m/100g, also deutlich dichter/schwerer als Industrie-Sockenwolle, die 400 bis 420m/100g läuft (aber auch etwas dünner ist). Handgesponnenes ist aber meistens schwerer als Industriegarn, so dass man die Lauflängen nur bedingt vergleichen kann.

Da ich nicht schon wieder eines meiner altbewährten Sockenmuster stricken wollte, musste etwas neues her, toe-up natürlich, um das Garn besser ausnutzen zu können und um nicht mit spitzenlosen Socken dazustehen, falls es nicht reichen sollte :)
Mit 2,5mm-Nadeln hatte ich eine Maschenprobe von 30M x 42R, der Rest war ein bisschen Rechnerei. Der Fuß sollte glatt rechts werden, mit Spickelzunahmen oben auf dem Fuß.
Am Bein wollte ich Rippenmuster - aber nachdem das dann doch irgendwie zu langweilig aussah, entschied ich mich für ein Lochmuster bei den Spickelzunahmen und das Bein hoch:


Die Zunahmen habe ich im Lochmuster versteckt und das Rippenmuster an der Ferse anfangen lassen


und beides am Bein fortgesetzt. Und hier sind die fertigen Socken. Ich bin sehr zufrieden damit, weil sowohl das Garn als auch die Socken so geworden sind, wie ich es mir vorgestellt hatte - was durchaus nicht immer der Fall ist ;o)

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